Wärmepumpe im Altbau: Voraussetzungen, Ablauf und Förderung
Ein Altbau ist kein Ausschlussgrund für eine Wärmepumpe. Entscheidend sind die nötige Vorlauftemperatur, die vorhandenen Heizflächen und eine saubere Auslegung. Diese Seite erklärt, woran Sie die Eignung Ihres Hauses erkennen, was wir bei einem Termin im Raum Gießen prüfen und wie die Förderung abläuft.
Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?
Ja, in den meisten Altbauten funktioniert sie. Das Fraunhofer ISE hat Wärmepumpen in bewohnten Bestandsgebäuden über mehrere Jahre vermessen und kam bei den Luft-Wasser-Anlagen im Mittel auf eine Jahresarbeitszahl über 3. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern ob Heizflächen, Auslegung und Einstellung zusammenpassen. Genau das prüfen wir bei Ihnen vor Ort.
Quelle: Fraunhofer ISE, Presseinformation zum Projekt „WP-QS im Bestand“ vom 03.11.2025, mittlere Jahresarbeitszahl der Luft-Wasser-Anlagen 3,4, abgerufen am 05.09.2026
Welche Vorlauftemperatur braucht der Altbau?
Ein Altbau gilt als geeignet, wenn die Heizung ganzjährig mit weniger als 55 Grad Vorlauftemperatur auskommt. Je niedriger diese Temperatur liegt, desto weniger Strom braucht die Wärmepumpe. Sie können das an einem kalten Wintertag selbst beobachten: Vorlauf begrenzen, alle Thermostate voll aufdrehen und sehen, ob jeder Raum warm wird.
Quelle: Verbraucherzentrale, „Wärmepumpe im Eigenheim: Welche Voraussetzungen muss mein Haus erfüllen?“, abgerufen am 05.09.2026
Müssen die Heizkörper getauscht werden?
Meist nicht alle. Heizkörper im Altbau sind oft größer ausgelegt als nötig und kommen deshalb auch mit einer niedrigeren Vorlauftemperatur zurecht. Wird ein einzelner Raum nicht warm, reicht in der Regel ein größerer Heizkörper an dieser Stelle. Wir berechnen die Heizlast vorher raumweise nach DIN EN 12831 und sehen so, welcher Raum betroffen ist.
Quelle: DIN EN 12831-1, Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast, Raumheizlast, abgerufen am 05.09.2026
Muss der Altbau vorher gedämmt werden?
Nein, eine Vollsanierung ist keine Bedingung. Das Fraunhofer ISE fand bei 77 vermessenen Anlagen in Bestandsgebäuden keinen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz. Dämmung, dichte Fenster und ein hydraulischer Abgleich senken die nötige Vorlauftemperatur trotzdem und damit den Stromverbrauch. Was sich bei Ihnen zuerst lohnt, besprechen wir im Termin.
Quelle: Fraunhofer ISE, Presseinformation zum Projekt „WP-QS im Bestand“ vom 03.11.2025, 77 vermessene Anlagen, keine Korrelation zwischen Baujahr und Effizienz, abgerufen am 05.09.2026
Wie läuft die Prüfung vor Ort ab?
Eine Prüfung vor Ort umfasst in der Regel 5 Schritte. Der Fachbetrieb berechnet die Heizlast des Hauses, sieht sich die vorhandenen Heizflächen raumweise an, klärt den Aufstellort der Außeneinheit samt Abstand zur Grundstücksgrenze, prüft Stromanschluss und Platz für den Speicher und erstellt daraus ein Angebot, das alle Angaben für den Förderantrag enthält.
Quelle: Üblicher Ablauf einer Wärmepumpenplanung, allgemeine Information, Stand 05.09.2026
Welche Förderung gibt es 2026?
Den Zuschuss für den Heizungstausch vergibt die KfW im Programm 458. Wichtig ist die Reihenfolge: zuerst der Vertrag mit dem Fachbetrieb, der an die Förderzusage gebunden ist, dann die Bestätigung zum Antrag, dann der Antrag im Portal Meine KfW, bevor die Arbeiten beginnen. Die Angaben aus unserem Angebot brauchen Sie dafür.
Quelle: KfW, „Heizungsförderung für Privatpersonen, Wohngebäude (458)“, abgerufen am 05.09.2026
Wir sehen uns Ihren Altbau an
Ob eine Wärmepumpe in Ihr Haus passt, entscheidet sich an Heizlast, Heizflächen und Aufstellort, nicht am Baujahr. Was wir für Heizung, Wärmepumpe und Sanitär im Raum Gießen anbieten, steht auf der Leistungsseite. Für einen Termin genügt ein Anruf oder das Kontaktformular.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe im Altbau
Braucht eine Wärmepumpe im Altbau eine Fußbodenheizung?
Funktionieren alte Gussheizkörper mit einer Wärmepumpe?
Macht die Wärmepumpe auch das warme Wasser?
Bauen Sie Wärmepumpen auch außerhalb von Buseck ein?
Quellen dieser Seite
- Fraunhofer ISE: Presseinformation „Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich“ vom 03.11.2025, Projekt „WP-QS im Bestand“ (abgerufen am 05.09.2026)
- Verbraucherzentrale: Wärmepumpe im Eigenheim, welche Voraussetzungen muss mein Haus erfüllen? (abgerufen am 05.09.2026)
- DIN EN 12831-1: Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast, Teil 1 Raumheizlast (abgerufen am 05.09.2026)
- KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen, Wohngebäude (458) (abgerufen am 05.09.2026)
Stand dieser Seite: 05.09.2026. Förderbedingungen ändern sich, prüfen Sie die Angaben vor dem Antrag beim Fördergeber.
Passt eine Wärmepumpe in Ihren Altbau?
Termin vor Ort, Heizlastberechnung, schriftliches Angebot mit allen Angaben für den Förderantrag.